Warum ein harter Brexit Berlin reich macht!

Exportnation zu sein, hat auch Nachteile: Ständig Ausländern Dinge zu verkaufen, sich so in Sklaverei vom Ausland zu begeben und dann abhängig von deren Zahlungsmoral zu sein – das ist „Pfui“, würde die AfD vermutlich sagen. Doch Exportnation hin oder her: ein harter Brexit wäre der größte Schocker seit „Aliens“. Wobei das natürlich ungerecht ist: Aliens haben wenigstens eine nachvollziehbare Intelligenz.

Die wirtschaftlichen Schockwellen eines Chaos-Brexits träfen vor allem Baden-Württemberg und Bayern. Hunderttausend Arbeitsplätze gehen dann über die Wupper – oder korrekter gesagt über Neckar und Donau. Der Süden Deutschlands wird zum Notstandsgebiet. Endlich mal ist dann Berlin gefragt. Vergessen und vergeben die Zeiten, als der FC Bayern München noch in der Lage war, Hertha BSC zu schlagen. Oder als Schwaben in Berlin den fetten Max machten. Schwamm drüber.

Denn jetzt brauchen die Bayern und die Schwaben uns. Es wird Care-Pakete mit dem Lebensnotwendigsten geben: Schokolade, Rosinen, warme Decken. Eine Luftbrücke nach Süden sollte schleunigst geplant werden… Gut, das wird vielleicht schwierig. Weil „ohne Flughafen in die Luft zu gehen“ eine Kunst ist, die nur Donald Trump so richtig gut beherrscht. So mieten wir dann von Kreuzberger Türken die Transit-Busse für eine „München-Rutsche“, um der Not leidenden Bevölkerung Süddeutschlands zur Seite zu stehen.

Die Konsequenzen sind vielfältig. Stuttgart wird aufgrund der Wirtschaftskrise und des dadurch zurückgehenden Verkehrs zur Stadt mit der saubersten Luft Deutschlands. Berliner mit alten Dieseln fahren hin, um die Stickoxid-Werte in vertrauten Regionen zu halten, nachdem verschiedene Menschen unter Sauerstoff-Schock kollabierten. Bayern-Mädels in Dirndln werden nach Berlin verschickt, um der Not auf dem Land zu entgehen. Und ein ausgemergelter Markus Söder in viel zu großen Lederhosen schleppt sich mit letzter Kraft in die Hauptstadt: „Haste mal’n Flughafen für mich!“