Warum wir eine Epidemie erleben!

Der DFB-Präsident ist zurückgetreten. Das ist fürchterlich. Nach nur gut zwei Jahren im Amt ereilt ihn – das muss an dieser Stelle einmal schonungslos gesagt werden – eine schreckliche Erkrankung: Der „Fifa-Virus“! Dieser bislang von der Wissenschaft sträflich ignorierte Virus kursiert schon seit einiger Zeit unter Fußball Funktionären. Die Erkrankten erleben im Anfangsstadium eine fast rauschhafte Euphorisierung sowie unerklärlichen Reichtum. Der Virus sorgt zuverlässig dafür, dass die Erkrankten sich zueinander hingezogen fühlen und dann in dubiosen „Hinterzimmer-Deals“ wahnhafte Entscheidungen treffen.

Später setzt eine Funktionärs-Demenz (Dementia Functionaris) ein, die zu seltsamen Gedächtnisverlust und schrägen Kommentaren führt. Nach einigen Wochen im „Özil-ierium“ verfallen die Betroffenen dann in eine „Ver-Löw-isierung“, die in wirren Fantasien von „Abschiedsspielen für treue Nationalspieler“ endet. Dazu tragen die Infizierten auf einmal seltsame „Gewissens-Hand-Fesseln“ in Form von Luxus-Uhren. Im Endstadium ereilt die Erkrankten eine „Voll-ver-Blatterung“ – also der Ruf nach berechtigter „Korruptions-Kohle“ aus Öl-Scheichtümern, unterbrochen nur von „ich-habe-mir-nichts-zuschulden-kommen-lassen“-Schreien. Parallel ersuchen die Fifa-Virus-Opfer Asyl in der Schweiz.

Die Therapie ist dementsprechend erbarmungslos. Gegen Viren gibt es keine Medikamente. Hier hilft nur eine harte Quarantäne, eine totale Abschottung von potentiellen Fifa-Virus-Trägern (also im Grunde von der gesamten Fifa und Uefa) sowie eine schrittweise „Ausschleichung“ hoher Gehälter. Kurz vor der Wiedereingliederung in die Gesellschaft werden den Infizierten in einer letzten Reha-Maßnahme die Luxus-Uhren abgenommen. Als geheilt gilt, wer zur Fifa-Zentrale fährt und ohne Geldkoffer wieder rauskommt.

Lieber Reinhard, wir wünschen gute Besserung!

Chin Meyer ist am 4. und 5. April mit neuem Live-Programm „Leben im Plus“ in den Wühlmäusen am Theo