Warum wir im neuen Jahr keinen neuen Partner finden!

Zu Beginn des neuen Jahres stellt sich häufig die Frage: Was bringt mir dieses Jahr in Liebesdingen? Die große Liebe? Oder doch nur wieder haufenweise Liebes-Testversuche? Um die Suche nach der großen Liebe umfangreicher zu gestalten, gibt es eine Vielzahl passender digitaler Apps.

Man fragt sich zunehmend, wie die Partnersuche eigentlich vor der digitalen Ära überhaupt möglich war? Nun, früher gab es natürlich auch schon eine Dating-App. Die hieß nur anders, nämlich „Papa“. Der suchte den oder die Partnerin aus. In der muslimischen Welt ist das teilweise heute noch so, man begrenzt jedoch das Risiko einer falschen Partnerwahl (nur für Männer, klar), indem man auf Quantität setzt. Im Westen kam jedoch vor einiger Zeit die Vorstellung von der großen romantischen Liebe auf, von dem einen Partner, der einen glücklich macht. Früher war es völlig unwesentlich, ob man die Partnerin gut fand – Hauptsache, sie produzierte genug Bälger, die einen im Alter verpflegten. Kinder als Alterssicherung – weil dieser AfD-Traum dieser Tage grade in Afrika exzessiv praktiziert wird, haben wir dort unter anderem ein Ressourcen- und Mangel-Problem.

Aber die große romantische Liebe, der Seelen-Partner – das ist die Fantasie, die Herzen arm und Scheidungsanwälte reich macht. Heute vermittelt daher nicht mehr Papa den Partner, sondern der Algorithmus. Der Begriff „Algorithmus“ geht zurück auf einen Araber, nämlich Abu Dscha’far Muhammad ibn Musa al-Chwarizmi, kurz „Al-Chwarizmi“, was dann zu „Algorismi“ und später zu „Algorithmus“ wurde. Herr Algorithmus verfasste 825, als die muslimische Welt noch führend in der Mathematik war, ein Werk „Über die indischen Zahlen“, welche man später in einem Akt islamischer Propaganda „arabische Zahlen“ nannte. Skandal: Dann ist also die Dating App nichts weiter als die Sehnsucht nach dem muslimischen Papa, den man nie haben wollte…!